Seit der allerersten Gartenmesse, die damals in den 90er Jahren noch in Gmunden in der Villa Toscana stattfand, bin ich dabei und ich muss sagen: Es hat sich seither viel getan! Waren damals die Themen Gartengestaltung und Pflanzenauswahl nur Randthemen, so kann man heute von einem breiten Interesse mit großem Wissen der Besucherinnen und Besucher ausgehen. Nicht umsonst gestalten die Gartenprofis alle Jahre mit wochenlangem Aufwand die Schaugärten – immer perfekter, immer ideenreicher und vor allem immer mit was Neuem.

Der Aufschwung der vergangenen Jahre

Sicherlich gab die Pandemie der Gartenbranche einen ungeheuren Aufschwung, der selbst in Zeiten wirtschaftlicher Probleme nur gebremst, aber nicht im Retourgang unterwegs ist. Aber auch schon vorher waren Gärten und die Beschäftigung damit zu einem Statussymbol geworden – quer durch alle Alters- und sozialen Schichten. Das hat vor allem damit zu tun, dass man in wirren Zeiten auf der Suche nach Oasen der Ruhe ist, dass sich das Bewusstsein für gesunde Ernährung verstärkt hat und dass die Liebe zur, aber auch die Bedeutung der Natur einen ganz großen Stellenwert bekommen hat. Nur noch wenige meinen, sie müssen den Garten so pflegen, als ob es ein „Operationssaal“ sei. Die meisten freuen sich über die bewohnten Nistkästen, Insektenhotels oder die Reisighaufen, wo Igel & Co wohnen.

Und dass der Genuss letztlich auch durch den Magen geht, zeigt die Lust aufs Gemüse-, Obst- und Kräutergärtnern. Einem Gartensommer 2025 steht damit nichts mehr im Wege.