Rinde als Winterattraktion

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Rinden der Bäume und Sträucher sind. Jetzt – Mitten im Winter – fällt das noch ein wenig mehr auf als sonst. Zum Beispiel beim „Zimtahorn“ (Acer griseum). Dieser langsam wachsende und im Alter etwa 4 – 7 m hoch werdende Baum kommt aus Mittelchina benötigt praktisch keine Pflege und zählt zu den echten Kostbarkeiten für den Garten. Seine Rinde „schuppt“ ab, wie die Zimtstangen zeigt Farbschattierungen von orange bis braun und hat durch diese optische Ähnlichkeit seinen Namen erhalten. Interessant auch die Rinde vom Schlangenhautahorn (Acer capillipes) mit grün-weiß gestreifter Rinde oder die der Mahagoni-Kirsche (Prunus serrula) mit ihrem bronzefarbigen Glanz.

Kopfweiden

Wer kennt sie nicht die herrlichen, alten Kopfweiden am Bachufer. Seit Jahrzehnten (oder gar seit Jahrhunderten?) stehen sie hier. Manchmal gespenstisch vom Nebel umgeben. Manchmal im klirrend kalten Jänner Wind. Wenn aber die Wintersonne, die Quecksilbersäule auf  Temperaturen über 0 Grad treibt, dann geht es hinaus in den Garten. Jetzt ist die ideale Zeit um Kopfweiden zu schneiden. Entweder mit einer stabilen Astschere oder mit einer kleinen Astsäge. Die kleineren Äste werden ungehäckselt auf den Komposthaufen gegeben, die stärkeren Aststücke können entweder gehäckselt und als selbstgemachter Mulch verwendet werden. Oder – für ganz Faule mit einem großen Garten: einen Totholzhaufen anlegen. Das Holz vermodert und gibt vielen Nützlingen Lebensraum. Und wer noch keine Kopfweiden hat: Dicke, lange Aststücke besorgen und mit Beginn des Frühlings in Wasser gefüllten Holzfässern bewurzeln und dann am Teichufer eingraben. Die ersten gespenstischen Nebel können kommen.